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Grenzenlos Kultur Vol. 28

Monologstück nach dem autobiografischen Roman von Christian Baron (2020)
Mochte mein Vater auch manchmal unser letztes Geld in irgendeiner Spelunke versoffen, mochte er auch mehrmals meine Mutter blutig geprügelt haben: Ich wollte immer, dass er bleibt. Aber anders.
Jahre nach dem Tod seines Vaters besucht Christian dessen Grab. Um zu verstehen, warum er ihm nicht verzeihen kann, begibt er sich in seine eigene Kindheit - ein Aufwachsen in Kaiserslautern in den 1990er Jahren. Er erinnert sich an an seinen Bruder, mit dem er die ganze Nacht vor dem Bildschirm saß, an den vom Teppich überdeckten grauen Betonboden, an das Tanzen mit seiner Mutter durchs enge Badezimmer, an seinen Vater, der als Möbelpacker einen sperrigen Schreibtisch alleine in den vierten Stock tragen konnte, an dessen Schläge, die bis ins Treppenhaus hallten und an die Nachbarn, die diese ignorierten.
Christian Baron beschreibt, was es bedeutet, in einem reichen Land wie Deutschland in Armut aufzuwachsen. Wie sich die Gewalt des Vaters anfühlt, wie seine depressive Mutter versuchte, durch das Schreiben von Gedichten und dem Schaffen von schönen Momenten dem Alltag zu entfliehen. Wie es ihm gelang, mit Hilfe seiner beiden Tanten seinen Weg als Autor zu finden.
„Nichts weniger als das Buch der Stunde: Dieses Buch…ist kein Roman und keine Autobiografie, keine Reportage und kein Sachbuch. Nein, es enthält nichts weniger als das pralle, hässliche, unsagbar bittere und, ach, auch schrecklich schöne Leben. Es ist das wahre Leben, das Christian Baron in wahrhaftige Literatur verwandelt hat.“
Rhein-Zeitung
Monologstück nach dem autobiografischen Roman von Christian Baron (2020)
in einer Fassung von Marie Ryschka und Adrian Weinek
Besuchen Sie vor oder nach der Vorstellung gern unser Theaterrestaurant ZUM GRÜNEN KAKADU am Gutenbergplatz.

Inszenierung Marie Ryschka
Ausstattung Isabelle Jung
Mit Adrian Weinek
von Mark Reisig
von Philip Glass (2000)
von Friedrich Dürrenmatt (1956)
von Anton Tschechow (1895)