





von Anton Tschechow (1895)
Medwedenko liebt Mascha, Mascha sehnt sich nach Kostja, Kostja verehrt Nina, Nina begehrt Trigorin, Trigorin bleibt bei Kostjas Mutter Arkadina – und diese liebt vor allem sich selbst. Tschechow hat Die Möwe als Komödie bezeichnet. In seinem Stück geht es um unerwiderte Liebe, emotionale Abhängigkeit und das verzweifelte Suchen nach Anerkennung. Im Zentrum steht Nina, die davon träumt, Schauspielerin zu werden, und sich von Trigorins Charme blenden lässt. Er verspricht sich von ihr Inspiration, bietet aber nur emotionale Leere. Kostja wiederum klammert sich an Nina und definiert seinen eigenen Wert über ihre Zuneigung. Seine Mutter Arkadina kämpft verzweifelt gegen das Älterwerden und hält Trigorin durch Macht und Eifersucht fest.
Das Stück zeigt schonungslos, wie Menschen sich in Beziehungen verlieren, vergleichen, idealisieren und emotional ausnutzen. Tschechow entlarvt Liebesdramen ohne Pathos, dafür mit schmerzhafter Ehrlichkeit – wie ein Spiegel unseres eigenen Beziehungschaos’ zwischen Selbstinszenierung, Angst vor Bedeutungslosigkeit und der Sehnsucht, wirklich gesehen zu werden.
Regie führt Milena Mönch, die u. a. auch Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull und Connemara am Staatstheater Mainz inszeniert hat.
von Anton Tschechow (1895)
Vorstellungsdauer ca. 2 Stunden 15 Minuten inkl. einer Pause
Deutsch von Angela Schanelec
→ Hinweise auf sensible Inhalte
→ Programmheft
→ Trailer
Besuchen Sie vor oder nach der Vorstellung gern unser Theaterrestaurant ZUM GRÜNEN KAKADU am Gutenbergplatz.

Inszenierung: Milena Mönch
Bühne, Kostüm: Jonas Vogt
Musik: Paul Pötsch
Dramaturgie: Jörg Vorhaben
Irina Nikolajewna Arkadina, verwitwete Treplewa, Schauspielerin: Lisa Mies
Konstantin (Kostja) Gawrilowitsch Treplew, ihr Sohn: Carl Grübel
Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder: Johannes Schmidt
Nina Michailowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers: Carlotta Hein
Mascha, Tochter des Gutsverwalters bei Sorin: Leandra Enders
Boris Alexejwitsch Trigorin, Schriftsteller: Daniel Mutlu
Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer: Denis Larisch
von FlawBored (UK)
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