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Orlando - Kopie ohne Original

nach Virginia Woolf

«Ich las dieses Buch … und hielt es für eine halluzinogene, interaktive Biographie meines Lebens und meiner Zukunft. … Das Buch bestärkte mich in dem Glauben, dass alles zugleich wahr ist: Junge und Mädchen, Herkunft und Zukunft, … Einsamkeit und Gesellschaft, … Literatur und Leben, … jetzt und damals – alles nur eine Frage der Beleuchtung.» (Tilda Swinton über «Orlando» von Virginia Woolf)

In Orlando, eine Kopie ohne Original entsteht ein Raum zwischen Fiktion und biografischem Material. Orlando ist nicht nur eine literarische Figur, sie bietet uns die Möglichkeit, Identität neu zu denken. Orlando steht für ein Werden, das sich nicht festschreiben lässt, eine Figur, die sich durch Zeiten, Geschlechter und Landschaften hindurch verändert. In der Begegnung mit Orlando suchen wir nach diesem Ich, das nicht abgeschlossen, sondern in ständigem Austausch begriffen ist – mit Worten, Körpern, Vögeln, Lautsprechern und nicht zuletzt mit dem Publikum. Im Spiel geraten Trennlinien in Bewegung, lassen sich verwischen oder neu zusammensetzen. Das Scheitern ist immer Teil davon – nicht als Endpunkt, sondern als Moment der Abweichung, manchmal als schmerzhafte Verwirrung, aber immer als Möglichkeit. Hale Bo Enzo Richter begibt sich gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach dem eigenen Queer-werden und danach, ob Gemeinschaft uns Halt geben kann, wenn feste Identitätskonstrukte sich auflösen.

Jurybegründung
„ORLANDO – Kopie ohne Original“ in der Regie von Yeşim Nela Keim Schaub ist eine berührende Reise nach Identität und Geschlecht. Mit viel Ruhe, Freude und Faszination nimmt die Performerin Hale Bo Enzo Richter die Zuschauer*innen mit auf die Suche. In dieser Überarbeitung des „Orlando“ von Virginia Woolf vermischt sich der Originaltext mit zärtlichen Momenten der Selbstbefragung, sowie ehrlichen Momenten der Verbindung mit dem Publikum. Ein Abend, der oft von Kälte, Eis und Schnee spricht, aber in Form, Verhandlung und Spiel von großer Wärme zeugt. Ein besonders erfrischender und zugleich berührender queerer Abend, der sich mit viel Leichtigkeit und Herz dem Thema der Geschlechtsidentität widmet und dabei die stereotype Verhandlung durch Gewalt und Trauma hinter sich lässt.
Hale Bo Enzo Richter
(keine, sie/ihr), geb. 1997 in Bremen. Hale Bo Enzo Richter stand mit zehn Jahren erstmals auf der Bühne mit den Jungen Akteur*innen des Theater Bremen. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Bern. Nebenbei entstanden Zusammenarbeiten mit zahlreichen Weggefährt*innen aus dem f.e.t.t.-Kollektiv und Ensemblemitglied am Neumarkt in Zürich. Mit Yeşim Keim Schaub entstand der Soloabend *Orlando* am Theater Neumarkt. Neben der Arbeit als Schauspieler*in ist sie auch verantwortlich für die Choreographie bei Britney's Fears am Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2025/26 ist Hale Bo Enzo Richter festes Ensemblemitglied am Theater Freiburg.
Yeşim Nela Keim Schaub
(sie/ihr) geb. 1996 in Bremen geboren. Yeşim Nela Keim Schaub fand über die Jungen Akteure ihren Weg ins Theater. Als Hospitantin und Assistentin am Theater Bremen machte sie erste Erfahrungen hinter der Bühne. 2018 gründete sie mit Freund*innen das f.e.t.t.kollektiv, welches immersive Theaterperformances in der freien Szene realisierte. Seit 2018 studiert sie Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und zeigte in diesem Rahmen die Abschlussinszenierung *Prima Vista Penthesilea* auf Kampnagel. Außerdem entstanden weitere Arbeiten unter anderem am Jungen Ensemble Stuttgart, am Jungen Schauspielhaus Hamburg, am Stadttheater Gießen und am Theater Neumarkt. Für die Inszenierung *Eddy (oder ein Anderer)* am Theater Bremen wurde sie für den Faustpreis nominiert.
Orlando - Kopie ohne Original

nach Virginia Woolf


Foto (c) Philip Frowein

Theater Neumarkt Zürich


Mainz Residenz
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TERMINE
17.05.2026
BESETZUNG

Mit: Hale Bo Enzo Richter
Regie: Hale Bo Enzo Richter und Yesim Keim Schaub
Musik: Paul Grimshaw
Blanquet Piece: Simone Ballueer
Kostüm-Mitarbeit: Luca Punke

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Der Sandmann

Ein Gothic-Konzert nach E.T.A. Hoffmann



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