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Driften bis wir Wasser sind

Wir fragen: „Wann bist du geboren? Vor der Flut? Oder nach der Flut?“

Die multisensorische Performance Driften bis wir Wasser sind beschäftigt sich mit Fluten. Ausgang der Performance ist die Kluft zwischen wissenschaftlicher Flutwarnung und der menschlichen Reaktion darauf: Erst wenn das Chaos eintritt, wird die Flut real. Die Flut wird zur Hauptakteur*in und formt den Abend. Das Publikum erfährt eine geflutete Landschaft, in der nichts gehorcht, aber alles fließt.

Wir flüstern: „Die Flut kommt. Die Flut kommt nicht. Die Flut kommt. Die Flut kommt nicht.“

Greta Katharina Klein und ihr Team untersuchen die Zeitlichkeit der Flut: In welchem Verhältnis stehen die eruptive Wucht der Flut und die Dauer ihrer Nachwirkungen?
Welche Geschichten überdauern die Flut, welche verschwinden?
Sie beschäftigen sich mit ihrer räumlichen Dynamik: Wie wird Auflösung erfahren?
Sie untersuchen das soziale Verhältnis zur Flut: Wie kann die Spannung zwischen individueller und kollektiver Verantwortung im Hinblick auf Katastrophenwarnungen verstanden werden?

Driften bis wir Wasser sind ist eine künstlerische Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Natur im Kontext ökologischer Krisen. Auf der Bühne wird der Verlust von Orientierung in der Dunkelheit erprobt; eine Klangkomposition aus Stimmen breitet sich aus und fließt ineinander; und eine Fluten-Puppe, die die Flut körperlich spürbar macht, wird aktiviert. Klein und ihr Team laden das Publikum als unverzichtbaren Teil des Systems ein, im Theaterraum das Miteinander verschiedener Natur-Akteur*innen zu erfahren.

Jurybegründung
„Driften bis wir Wasser sind“ nutzt das Motiv des Wassers für eine künstlerische Reflexion des Verhältnisses des Menschen zur Natur. Die Flut als Phänomen – mit katastrophischem Potential – wird von Regisseurin Greta Katharina Klein und ihrem Team als Ausgangspunkt genutzt. Eine räumlich-dynamische Erfahrung über Kontrollverlust, Nachwirkungen von Krisen – und was hinterher bleibt. Das Publikum wird Teil eines spannungsvoll düsteren Systems, in dem Orientierungslosigkeit erfahrbar gemacht wird. Klangvoll verhandelt diese Inszenierung das Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Verantwortung gegenüber verschiedenen Natur-Akteur*innen.
Greta Katharina Klein
Greta Katharina Klein arbeitet als freie Theatermacherin. "Driften bis wir Wasser sind" ist ihre Masterabschlussinszenierung. Diese ist eingebettet in die Arbeit des gemeinnützigen Vereins „POWERHOUSE – Kulturbulenzen e.V.“, von ihr mitbegründet, der sich auf die Verschränkung von Barrierefreiheit, Newcomerförderung und Publikumsentwicklung im Kulturbereich fokussiert. 2023 hostete sie „Aufgetischt – Der Freie Szene Podcast!“, ein Format, das sich kritisch mit der eigenen Szene auseinandersetzt. 2022 entwickelte sie kollektiv den partizipativen Stadtspaziergang "BE WATER, MY FRIEND" der die Erfahrungen von Demonstrierenden während der Hongkong-Proteste 2019 thematisiert (Sommerwerft 2024, Prague Quadriennale 2023, DISKURS 2022). 2022 entstand auch die Video-Performance "crashed bike", in der sie Expert*innen der Regionen Taunus und Nordsee als Orte von Landgewinnung und -verlust einander gegenüberstellte. Als Artistic Producer war sie für das Künstler*innenhaus Mousonturm tätig, konzipierte und programmierte kollektiv die Labore „PRODUCING OUR FUTURE“ (2024) und „PRODUCING FUTURE AUDIENCES“ (2023), arbeitete als Produktionsleitung für Scripted Reality und international für Jäckie Rydz. Sie war für die Co-Produktion und Kuration des Festivals „DISKURS35 – porous“ tätig.
Sensible Inhalte
Die Vorstellung beinhaltet folgende sensorische Reize und sensible Inhalte:
  • totale Dunkelheit
  • sich wiederholende Signaltöne
  • Rauch/Nebel
  • Thematisierung von Katastrophen-Situationen
Driften bis wir Wasser sind

Foto (c) Merthe Wulf


Kleines Haus
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TERMINE
16.05.2026

ATW Gießen / POWERHOUSE Kulturbulenzen e.V.

BESETZUNG

Regie, Szenografie, Performance: Greta Katharina Klein
Komische Elemente, Performance: Anna-Maria Pahlke
Performance: Bella Enderlein
Szenografie, Performance: Eva Streit
Sound: Josephine Pascale Rudolph
Westen Steuerung: Lara-Marie Weine
Westen Design, Performance: Leonie Hanna Kopineck
Video: Maren Küpper
Performance: Mikosch Loutsenko
Licht: Paul Reifenberger

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Der Sandmann

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