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Call me (,) Daddy

Für Call Me (,) Daddy oder Rettet die Zärtlichkeit oder Die Räuber aber nicht von Schiller sondern von dein Herz stellen sich drei junge Männer der Gewalt- und Einsamkeitsspirale. Sie fassen dafür in die Wunde toxischer Männlichkeit, wenn sie anfangs schattenboxen, ihre Körper an der Wand reiben oder gemeinsam „Let me do 15 push ups, that's how I punish myself when I make mistakes!“, „I wanna tongue kiss a sexy woman right now!“ und andere Sager von Jeremy Fragrance, dem alpha male und Parfum-lnfluencer, rezitieren.
Danach begeben sie sich auf die Suche nach wahrer Zärtlichkeit und durchforsten dabei ihre Erinnerung nach einer Erklärung, warum es ihnen so schwerfällt, zu weinen oder offen mit ihren Vätern zu sprechen. Sie erzählen Geschichten aus dem Kindergarten, von den Fußballmannschaften in der Schule und ihrem ersten Versuch, Liebe zu zeigen. Etwa davon, wie schwer es in der zweiten Klasse war, Jaël zu sagen, dass man sie mag, und ihr eine Kastanie schenkte. Aber auch davon, wie Nicholas später die unangenehme Nachricht überbrachte, dass Jaël sich trennen will, und die Kastanie zurückgab.
Sie stellen verschieden Experimente an: Wie kuschelt man richtig? Warum können wir beim Fußball-Gucken auf einmal etwas fühlen? Und wäre es nicht einfacher, wenn sich alle sogenannten „Männers“ für ein paar Minuten in Häschen verwandelten? Immer wieder begegnet ihnen auf dieser Spurensuche der Wunsch, ihre Väter so ganz für sich und ungestört tanzen zu sehen. Also schlüpfen sie am Ende ihrer Suche in die Rolle ihrer Väter, spüren in dieses Gefühl von Freiheit hinein und erfüllen sich damit einen lang gehegten Wunsch.

Jurybegründung
Jakob Leanda Wernisch, Nele Christoph und ihr Team zeigen in „Call Me (,) Daddy“ eine besondere Balance zwischen ernsthafter Auseinandersetzung mit Männlichkeit und humorvoller Dekonstruktion von Männerbildern. Für die Beschäftigung mit Patriarchat und Feminismus braucht es nicht mehr als ein Sofa, drei Wasserkocher, drei Männer, Karotten und eine Regisseurin. Die drei Männer wachsen auf, begegnen ihren Vätern und ergreifen mit den Versuchen, sich gegenseitig zu berühren, gleichermaßen die Zuschauenden. Durch die Offenheit und Spielfreude der drei Darsteller nimmt das Publikum unmittelbar an ihrer Suche nach Emotionen teil.
Nele Christoph
Nele Christoph (sie/ihr), geboren 1997 in Schwerin, schloss 2023 ihr Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien ab. Während ihres Studiums spielte sie bereits in Produktionen des Burgtheaters Wien, des Schauspiel Leipzig und an der Bayerischen Theaterakademie. Ihr Debüt nach der Schauspielschule, „Fischer Fritz“ von Raphaela Bardutzky, inszeniert von David Bösch am Landestheater Linz, spielte sie auf dem Heidelberger Stückemarkt 2024. Die Produktion gewann den Nachspielpreis, Nele Christoph die Nominierung als Beste Nachwuchsschauspielerin in der Fachzeitschrift Theater heute. Es folgten Arbeiten in Wien, Mannheim, München unter anderem mit den Regisseur*innen Mira Stadler, Stefan Ebner und Jakob Altmayer. Dabei lag ihr Fokus auf kollaborativen Prozessen, die sie auch über das Schauspielerische hinaus künstlerisch forderten. So führte sie auch Regie in der Stückentwicklung „Call me (,) Daddy“. In der Spielzeit 2025/26 ist Nele Christoph festes Ensemblemitglied am Theater und Orchester Heidelberg.
Jakob Leanda Wernisch
Jakob Leanda Wernisch (er/they), 2002 in Wien geboren, studiert im vierten Jahrgang Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar. Zuletzt inszenierte er die Wiener Uraufführung von Christiane Karoline Schlegels „Düval und Charmille“. Für bisherige Arbeiten collagierte er bestehende und eigene Texte. Mit seiner Abschlussarbeit „Keine Hoffnung, Baby!“ präsentiert er nach der Vordiplominszenierung „Bent Boys Boi Band“ im April 2025 seinen zweiten Theatertext und sein erstes abendfüllendes Stück. Außerdem war er u.a. in Lukas Schöppls Diplominszenierung „Der Hofmeister“ und in „Neue Perspektiven auf Salieri“ im Schlosstheater Schönbrunn als Schauspieler zu sehen.
Call me (,) Daddy

Für alle ab 15 Jahren
Dauer: 60 Min.
Deutsch, Englisch


U17
Online Tickets

TERMINE
15.05.2026

Max Reinhardt Seminar Wien

Fotos: Nele Christoph

BESETZUNG

Regie: Nele Christoph und Jakob Wernisch
Text und Performance: Nele Christoph, Crispin Hausmann, Kaspar Maier, Jakob Leanda Wernisch

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Call me (,) Daddy 20:00
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Orlando - Kopie ohne Original

nach Virginia Woolf



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