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tanzmainz festival UPDATE #5
Mainz Residenz
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Über das Jahr verteilt haben wir ganz verschiedene Künstler*innen bei uns zu Gast in der Mainz Residenz. Hier ein Überblick über die verschiedenen Projekte und Künstler*innen aus der Spielzeit 2024/25.
➢Der Frankfurter Regiestudent Jonas Weber war im September 2024 zu Gast in der Residenz und entwickelte gemeinsam mit dem Ensemblemitglied Sabah Qalo einen Abend zum Geschichten-Erzählen, zur Mythenbildung, zum Verwirren und Verworrensein von Wahrheit und Fiktion. Ausgehend von unzähligen Film-Anekdoten und faszinierenden Schauspiel-Mythen springt Sabah Qalo in der Tradition der reisenden arabischen Erzähler, der Hakawati, kreuz und quer von einer Geschichte in die nächste. Was ist Wahrheit, was Illusion? Der Abend beantwortet diese Frage ganz bewusst nicht. Hakawati hatte im April 2024 in der Kakadu Bar Premiere und steht seitdem dort fest auf dem Spielplan.
➢Im September/Oktober 2024/25 begab sich die Regieassistentin Franziska Sarah Layritz in der Mainz Residenz gemeinsam mit Tima Zucker (Laiendarstellerin) und Klaus Köhler (Ensemblemitglied) auf eine humorvolle und gleichzeitig von allen Beteiligten sehr ernst genommene szenische Suche nach dem Faszinosum Schlager.
Herausgekommen sind die Schlagerträume: Leidenschaftlich und von vielen Konventionen befreit, soll und darf Schlager hier verhandelt, geschrieben, komponiert und natürlich performt werden. Ein Projekt über Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung, über Show, seichte Musik und große Gefühle. Es gab eine öffentliche Work-in-progress Präsentation während des PLUG&PLAY Festivals 25 und am 5. September 2025 hatte die Produktion ihre offizielle Premiere in U17 am Staatstheater Mainz.
➢Die interdisziplinäre englische Künstlerin Rhiannon Armstrong arbeitete, forschte und feilte im Oktober 2024 an ihrer White Noise Factory: ein begeh- und erlebbarer Erfahrungsraum, der je nach Bewegungen und Aktionen der Anwesenden mit Klängen und Geräuschen reagiert. Rhiannon Armstrong arbeitet oft für ein ungefiltertes Publikum, für Menschen mit und ohne Behinderung oder mit besonderen Bedarfen. So möchte sie auch bei der White Noise Factory die (non-verbale) Kommunikation und Interaktion in den Mittelpunkt stellen.
➢Mit dem Projekt Ziemlich letzte Freunde war Regisseur Mark Reisig im November 2024 Gast der Residenz und entwickelte zusammen mit dem Ensemblemitglied Benjamin Kaygun einen sehr persönlichen Abend rund um die großen Themenkomplexe Leben, Sterben, Freundschaft, Mitgefühl. Ausgehend von der autobiografischen Freundschaft zu einem unheilbar an ALS erkrankten Menschen erzählt dieses Projekt kaleidoskopartig durch Videos, Musik und Monologe vom Tod, vom Sterben und der Hilfe dabei. Was passiert, wenn der Wunsch nach Leben ins Wanken gerät und wie gehen wir damit um?
➢Die Regisseur*innen Sascha Malina Hoffmann und Ruben Müller waren im Januar 2025 in der Residenz zu Gast und entwickelten die medienbasierte Performance Ziegen, die auf Männer starren . Das Gucken, Glotzen und Starren auf Screens sind zentraler Teil des Projekts, die Medieninhalte der Zweitausender-Jahre der zugrundeliegende Fundus. Der Akt des Zu- und Anguckens wurde erkundet und andererseits die Frage gestellt, welchen medial vermittelten Männlichkeiten wir alle in den 2000ern als Rezipient*innen gegenübergesessen haben.
➢Im Februar/ März 2025 entwickelte Ensemblemitglied Carl Grübel zusammen mit dem Musiker Jacob Bussmann den Liederabend Lippenbekenntnisse, der sich auseinandersetzte mit der Frage: Was wäre, wenn sich aus einem gewaltsamen Übergriff unvorhergesehene Liebe entwickelt? Auf seiner Hochzeit ließ Carl anhand von den romantischsten Liebesliedern und Anekdoten seine ganz besondere Liebesgeschichte Revue passieren. Zwischen Tüll, Tränen und Traumabewältigung klingt es fast zu schön, um wahr zu sein. Hit me baby one more time! Carl und Jacob haben im Anschluss an ihre Residenz und auf Grundlage des dort erhaltenen Feedbacks an dem Liederabend weitergearbeitet, der dann am 18. September 2025 in der Kakadu Bar seine Premiere feierte.
➢Das Riccardo Moebius Kollektiv (Ensemblemitglied Katharina Uhland, Llewellyn Reichman, Konstantin Bühler, Christoph Coburger) konfrontierte sich im März 2025 in ihrem Projekt IDENTITY IS THE CRISIS, CAN’T YOU SEE? in einer Woche mit Fragen nach Identität, Grenzen und Freiheit. Riccardo Moebius reiste und recherchierte vorab in Nachtzügen durch Europa und dokumentierte Begegnungen beim Überschreiten von Grenzen zwischen Ländern und Konventionen. Eine Annäherung an die eigene Identität über den Versuch, die der anderen zu verstehen. Die Gruppe erschuf ein für das Publikum unmittelbar erleb- und begehbares Archiv, eine endlose Suche, eine Performance, die dem bedingungslosen Dasein einen Raum gab.
➢Frankfurt-based directing student Jonas Weber was a guest at the Mainz Residenz in September 2024, where he developed an evening of storytelling, myth-making, and the confusion of truth and fiction together with ensemble member Sabah Qalo. Based on countless film anecdotes and fascinating theatrical myths, Sabah Qalo jumps from one story to the next in the tradition of the travelling Arab storytellers, the Hakawati. What is truth, what is fiction? The evening deliberately avoids answering this question. Hakawati premiered at the Kakadu Bar in April 2024.
➢In September/October 2024, assistant director Franziska Sarah Layritz, together with Tima Zucker (amateur actress) and Klaus Köhler (ensemble member), embarked on a humorous yet serious theatrical exploration of the fascination with Schlager music at the Mainz Residenz. The result is the show Schlagerträume: passionate and free from many conventions, Schlager music is to be negotiated, written, composed and, of course, performed here. It is a project about self-determination and equality, about show business, soft music and big emotions. There was a public work-in-progress presentation during the PLUG&PLAY Festival 2025, and on 5 September 2025, Schlagerträume had its official premiere in U17 at the Staatstheater Mainz.
➢In October 2024, interdisciplinary English artist Rhiannon Armstrong worked, researched and refined her White Noise Factory: an accessible and experiential space that reacts to the movements and actions of those present with sounds and noises. Rhiannon Armstrong often works for an unfiltered audience, for people with and without disabilities or special needs. With her project White Noise Factory, she wants to focus on (non-verbal) communication and interaction.
➢In November 2024, director Mark Reisig was a guest at the Mainz Residenz and, together with ensemble member Benjamin Kaygun, developed their project Ziemlich letzte Freunde (Pretty much last friends), a very personal evening revolving around the major themes of life, death, friendship, and compassion. Based on the autobiographical friendship with a person suffering from incurable ALS, this project uses videos, music, and monologues to tell a kaleidoscopic story about death, dying, and helping others through it. What happens when the desire to live breaks, and how do we deal with it?
➢Directors Sascha Malina Hoffmann and Ruben Müller were guests at the Mainz Residenz in January 2025, where they developed the media-based performance Ziegen, die auf Männer starren (The Goats who stare at Men). Looking, gazing, and staring at screens are central parts of the project. They used mostly media content from the 2000s as underlying source material. The act of looking and being looked at was explored, and the question was asked as to which media-mediated images of masculinity we all encountered as recipients in the 2000s.
➢In February/ March 2025, ensemble member Carl Grübel worked together with musican Jacob Bussmann to develop the song recital Lippenbekenntnisse (Lip Service), which explored the question: What if a violent assault leads to unexpected love? On his wedding day, Carl looked back on his special love story with the help of the most romantic love songs and anecdotes. Between tulle, tears, and trauma recovery, it sounds almost too good to be true. Hit me baby one more time! Following their work in the Mainz Residenz, and based on the feedback they received there, Carl and Jacob continued to work on the song recital, which premiered at the Kakadu Bar on 18 September 2025.
➢In March 2025, the Riccardo Moebius Collective (ensemble member Katharina Uhland together with Llewellyn Reichman, Konstantin Bühler, Christoph Coburger) spent a week confronting themselves with questions of identity, borders, and freedom in their project IDENTITY IS THE CRISIS, CAN’T YOU SEE? In advance, Riccardo Moebius had traveled and researched on night trains through Europe, documenting encounters while crossing borders between countries and conventions. An approach to one's own identity through the attempt to understand that of others. The group created an archive that could be directly experienced and accessed by the audience, an endless search, a performance that gave space to unconditional existence.