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5. Sinfoniekonzert

„MELANCHOLIE UND RAUSCH“

Borys Ljatoschynskyj
Grazhyna. Sinfonische Ballade nach dem gleichnamigen Poem von Adam Mickiewicz op. 58

Frédéric Chopin
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21

Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64



Im Leben und Schaffen des Schriftstellers Adam Mickiewicz fand das Freiheitsstreben gleich mehrerer Nationen eine kraftvolle Stimme. Geboren 1798 auf dem Gebiet des heutigen Litauens in einer Familie des alten polnischen Landadels, engagierte er sich als Dichter wie politischer Akteur für die Widerstandsbewegungen vor allem in seinen Heimaten Polen und Litauen, später auch in weiteren Ländern Europas. Das Epos Grazhyna erschien im gleichen Jahr, in dem der 25-jährige Dichter für sein Engagement in der polnischen Freiheitsbewegung nach Zentralrussland verbannt wurde und erzählt vom Wirken der gleichnamigen mythischen Anführerin, die Litauen gegen die Besatzungsmacht des Deutschen Ordens führte – und dabei heldinnenhaft ihr Leben ließ. Die Sinfonische Ballade nach Mickiewicz’ Epos aus der Feder des ukrainischen Komponisten Borys Ljatoschynskyj entstand 1955 zum 100. Todestag des Dichters. Mit intensiven Farben von elegischer Sehnsucht bis zu martialisch schmetternden Blechbläsern zeichnet Ljatoschynskyj das ergreifende musikalische Porträt einer Freiheitskämpferin, die allen Widerständen mutig gegenübertritt.
Frederic Chopins 2. Klavierkonzert entstand, als der 19-Jährige noch in Warschau studierte, und wurde von ihm 1830 aus der Taufe gehoben, kurz bevor er sein Heimatland Polen verließ. Dasselbe Werk trug maßgeblich dazu bei, ihm in Frankreich, wo er beinahe sein gesamtes weiteres Leben verbringen sollte, einen Ruf als exzeptioneller Klaviervirtuose einzutragen. Eine tiefe Emotionalität durchzieht das f-Moll Konzert – das der Nummerierung zum Trotz das erste war, das Chopin komponierte – in jeder Note, im majestätisch ausgreifenden Eröffnungssatz ebenso wie im rasend virtuosen, tänzerischen Finalrondo, zwischen die ein innig leuchtendes Larghetto eingebettet ist.
Als Tschaikowskys 4. Sinfonie 1888 uraufgeführt wurde, war er bereits ein anerkannter, in ganz Europa geschätzter Komponist. Ein bedeutungsschwangeres, oft als „Schicksalsmotiv“ apostrophiertes Eröffnungsmotiv in den Klarinetten durchzieht die gesamte Sinfonie. Weder das traumselig schöne Hornsolo, das den langsamen zweiten Satz eröffnet, noch der graziöse Walzer im dritten Satz können dem schicksalsschweren Eröffnungsmotiv dauerhaft etwas entgegensetzen – und selbst im Finalsatz, wenn auch der üblichen sinfonischen Dramaturgie folgend nach Dur gewendet, ist das hartnäckig insistierende „Schicksalsmotiv“ omnipräsent.

5. Sinfoniekonzert

„MELANCHOLIE UND RAUSCH“


Der Vorverkauf beginnt am 29.8.

Dauer: ca. 135 Minuten inkl. Pause
19:00 Uhr - Auftakt im Saal
Das Theater öffnet 75 Minuten vor Konzertbeginn.

Konzerte am 08.01.2027 und 09.01.2027
8.1., 13 Uhr: Konzertteaser REINGEHÖRT zum 5. Sinfoniekonzert
Der Vorverkauf beginnt am 29.08.


Großes Haus
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BESETZUNG

Klavier … Yoav Levanon
Dirigentin … Olha Dondyk
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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6. Sinfoniekonzert

„OLLI MUSTONEN – MAINZER KOMPONIST*INNENPORTRAIT“

Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller (1949)

Soul Chain (UA)

von Sharon Eyal

Reingehört

Kleine Pause mit großem Orchester



Staatstheater
Mainz