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4. Sinfoniekonzert

„ANTIHELDEN“

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Robert Schumann
Manfred. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen op. 115



Nach dem überwältigenden Erfolg seiner ersten Sinfonie befand sich Johannes Brahms 1877 in einer relativ ruhigen Lebensphase. Er konnte endlich frei komponieren, ohne den drohenden Schatten des großen Vorbilds Beethoven im Nacken. So zog es den Komponisten im Sommer in den idyllischen Ort Pörtschach am Wörthersee in Österreich, einen Ort von atemberaubender Naturschönheit. Die friedvolle Umgebung prägte die Stimmung der Sinfonie maßgeblich: Die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur gilt als die unbeschwerteste seiner insgesamt vier Sinfonien. In nur vier Monaten schrieb er ein Werk mit pastoraler Grundstimmung, lyrischer Wärme und tiefgründiger Raffinesse. Brahms berief sich dabei in den vier Sätzen auf die traditionellen klassischen Formen, verlieh ihnen aber seinen unverwechselbaren Stil, der sich durch komplexe Rhythmen, reiche Harmonien und eine kunstvolle thematische Entwicklung auszeichnet. In der 2. Sinfonie demonstriert Brahms seine Meisterschaft in der Orchestrierung, indem er das volle Potenzial des Orchesters ausschöpft, um ein Werk von großer Klangfülle und vollkommener Ausgewogenheit zu schaffen.
Die innige, durch Brahms’ Beziehung zu Clara Schumann durchaus verschlungene Verbundenheit zwischen Brahms und Robert Schumann ist legendär. Ihre Beziehung zählt zu den bedeutendsten Künstlerfreundschaften der Musikgeschichte – kein Wunder also, dass sie in diesem 4. Sinfoniekonzert vereint erklingen. Robert Schumanns dramatische Komposition Manfred nach Lord Byrons gleichnamigem Gedicht entführt in eine düstere Welt zwischen Schuld, Einsamkeit und übernatürlichen Mächten. Die Musik zeichnet eindrucksvoll das Seelenleben des rastlosen Helden nach, der von inneren Dämonen getrieben wird und Erlösung sucht. Ausdrucksstark sind Orchesterfarben und Motive zu eindringlichen Klangbildern verwoben und verleihen dem Werk eine außergewöhnliche Intensität. Besonders die bekannte Ouvertüre steht exemplarisch für Schumanns Schaffen und fasziniert mit ihrer emotionalen Wucht. Manfred ist ein selten aufgeführtes Meisterwerk der Romantik, das Literatur und Musik auf einzigartige Weise verbindet.
Als Sprecher freuen wir uns auf den Ex-Tatort-Kommissar und renommierten Schauspieler Udo Wachtveitl.

4. Sinfoniekonzert

„ANTIHELDEN“


Der Vorverkauf beginnt am 29.8.

Dauer: ca. 145 Minuten inkl. Pause
19:00 Uhr - Auftakt im Saal
Das Theater öffnet 75 Minuten vor Konzertbeginn.

Konzerte am 11.12.2026 und 12.12.2026
11.12., 13 Uhr: Konzertteaser REINGEHÖRT zum 4. Sinfoniekonzert
Der Vorverkauf beginnt am 29.08.


Großes Haus
Online Tickets



Besuchen Sie vor oder nach der Vorstellung gern unser Theaterrestaurant ZUM GRÜNEN KAKADU am Gutenbergplatz.

BESETZUNG

Sprecher … Udo Wachtveitl
Sopran … Maren Schwier
Alt … Verena Tönjes
Tenor … Mark Watson Williams
Bass … Stephan Bootz
Dirigent ... Gabriel Venzago
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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5. Sinfoniekonzert

„MELANCHOLIE UND RAUSCH“

Falstaff

Giuseppe Verdi (1893)

Reingehört

Kleine Pause mit großem Orchester

Lohengrin

von Richard Wagner (1850)



Staatstheater
Mainz